Ende April wurden wir fleißigen Studenten mit einem langen Wochenende anlässlich des ANZAC DAYs belohnt. Der ANZAC DAY scheint den Neuseeländern, zumindest soweit ich es erlebt habe, viel wichtiger zu sein als der eigentliche Nationalfeiertag Waitangi Day. Dieser Jahrestag der Landung der ANZAC-Truppen in Gallipoli im Ersten Weltkrieg ist ein Feiertag zum Gedenken an die neuseeländischer Opfer aller Kriege, an denen Neuseeland bisher beteiligt war (und die neuseeländischen Verluste insbesondere in den Weltkriegen waren, gemessen an der Größe des Landes, unglaublich hoch - so befindet sich auch in jedem noch so kleinen Ort ein Kriegsdenkmal im Gedenken an die Gefallenen dieses winzig kleinen Ortes).
So, das war Exkurs genug, wir haben das lange Wochenende natürlich nicht zum Gedenken genutzt, sondern haben uns zu viert (Sabrina, Chrissy, Hadley und ich) ein Auto gemietet und sind nach Wanaka und zum Mount Cook gefahren.
Das Wetter am ersten Tag - Donnerstag und ANZAC DAY - war traumhaft gut:
Cheese Roll-Stopp in Roxburgh in Central Otago
Wanaka liegt in den Bergen nördlich von Queenstown und ist daher mindestens genauso schön, wenn nicht sogar schöner. Chrissy und ich verbrachten den Nachmittag mit Wandern auf dem Diamond Lake & Rocky Mountain Track und waren durchgehend völlig aus dem Häuschen vor lauter schönen Landschaften um uns herum.
So fing es an:
Nach kurzer Wanderung war der Diamond Lake erreicht. Auf ihm wurden vor einigen Jahrzehnten noch Eislaufturniere ausgetragen ;) Jetzt darf er einfach nur noch hübsch aussehen.
Je höher wir wanderten, desto spektakulärer wurde die Aussicht.
Auf einer dieser Hügelkuppen wurde die kleine Sequenz in "Die Gefährten" gedreht, in der die Gefährten kurz nach ihrem Aufbruch aus Bruchtal an einer (digital eingefügten) Ruine vorbeilaufen, während die Kamera in einem Hubschrauber über ihnen vorbeifliegt.
Ein bisschen Bergaufschnaufen später entfaltete sich der Panoramablick auf Lake Wanaka vor uns:
Und dann gelang es uns auch endlich, aus dem Bergschatten zu entkommen und die Sonne zu finden ...
... und ein paar Felsen zu stemmen.
Schließlich erreichten wir unser Ziel, den Gipfel des Rocky Mountain. Verglichen mit all den anderen Bergen drumherum ist er winzig, aber die Aussicht war so toll, dass wir gar nicht mehr wegwollten.
Auf dem Rückweg ...
... erfreuten wir uns noch einmal ausgiebig an den wunderschönen Herbstfarben ...
... und wünschten uns dazu eine baldige Rückkehr nach Wanaka. <3
Das Leben, das Universum und der ganze Rest, beleuchtet aus der Perspektive einer deutschen Studentin an der University of Otago, Dunedin, südliches Süd-Neuseeland, anderes Ende der Welt. Es wird also primär um Pinguine und Hobbits gehen, sekundär vielleicht noch um spektakuläre Landschaften, nicht-vorhandene Zentralheizungen und flauschige Kiwis.
Samstag, 15. Juni 2013
Freitag, 14. Juni 2013
Pinguin-Träume werden wahr
Lange bevor ich nach Neuseeland kam und Dunedin in meiner Vorstellung nur ein Pünktchen auf der Landkarte war, das "direkt neben" Christchurch liegt und dessen Aussprache mir ein Rätsel war, wusste ich eines ganz genau: Hier gibt es Pinguine!!!
Da die neben Dunedin gelegene Otago Peninsula, die Heimat der Pinguine, aber nur mit dem Auto erreichbar ist - von uns zu den Pinguinen sind es 30 km ;) -, hat es doch eine Weile gedauert, bis ich endlich genug Pinguinbegeisterte, ein Auto und einen passenden Termin gefunden hatte.
Hinterlistigerweise hatten wir an dem auserwählten Tag das schlechteste Wetter, das ich jemals in Dunedin erlebt habe: Strömenden Regen, Eiseskälte und regelmäßige Sturmböen :( So ungemütlich dieses Wetter für uns war - es stellte sich als das Lieblingswetter der Pinguine heraus 8)
Zuerst fuhren wir zum Taiora Head, der Spitze der Peninsula. Hier gibt es eine weltberühmte Albatrosskolonie und eine Menge Sturmwind.
Albatrosse sind gewaltige Riesenviecher, das sieht man nur leider auf dem Foto nicht so gut ;)
Robbe :)
Nachdem wir uns ein bisschen von Regen und Wind auspeitschen lassen hatten, kurvten wir zum Penguin Place. Auf der Otago Peninsula gibt es zwei verschiedene Arten von Pinguinen: Blue Penguins (die sind sehr klein und ich hab immer noch keine gesehen) und Yellow-Eyed Penguins, die seltensten Pinguine der Welt, es gibt nur noch ein paar tausend von ihnen. Etwa 70 davon leben in der Kolonie des Penguin Place.
Wir kamen zusammen mit einer chinesischen Reisegruppe dort an. Zuerst hielt einer der Mitarbeiter einen kleinen Vortrag über die Pinguine, der simultan von der Reiseleiterin und Dolmetscherin der Chinesen übersetzt wurde - was extrem lustig für uns vier und den armen neuseeländischen Pinguinmenschen war, denn ihre Ausführungen dauerten in der Regel dreimal so lange wie seine eigenen. Anschließend bekamen wir vier dann unsere eigene Führerin zugeteilt.
Die Hügel, in denen die Pinguine leben, sind durchzogen von einem Netz aus Gräben und Unterständen, von denen aus man die Pinguine vorzüglich beobachten und ganz nahe an sie herankommen kann. Zwar sind die Pinguine nicht doof und sehen einen schon, aber dadurch, dass man in den Gräben steht, denken sie, man sei kleiner als sie und deswegen keine Bedrohung :)
So kann man sie nicht nur aus nächster Nähe beobachten, sondern auch manchmal hören, wie sie direkt über einem über die überdachten Gänge trippeln ^_^
Dank des schlechten Wetters waren die Pinguine putzmunter. Sie kamen gerade vom Fischen im Meer nach Hause und watschelten gemütlich über den Strand oder durch die Hügel. Dabei legten sie ein sehr entspanntes Tempo an den Tag: Zwei Schritte watscheln, dann ein bisschen stehen bleiben, ausruhen oder putzen, dann wieder zwei Schritte watscheln - ausgiebige Pause. Das liegt natürlich nicht nur daran, dass ihre Beinchen kurz sind, sondern auch daran, dass sie total vollgefressen sind.
Fur seal.
So, jetzt habt ihr ganz viele Pinguine gesehen, so wie wir :)
Der Yellow-eyed Penguin unterscheidet sich dadurch von allen anderen Pinguinarten, dass er eher ein Einzelgänger ist, bzw. sich bei seinem Partner aufhält, aber meistens nicht in größeren Gruppen unterwegs ist. Die Paare sind auch nicht sehr fixiert, manche Pinguinpaare bleiben über Jahre hinweg zusammen, andere Pinguine suchen sich jedes Jahr neue Partner, oder sind manchmal dann doch lieber Single. Deswegen können die Führer auch immer lustige Beziehungsgeschichten über "ihre" Pinguine erzählen.
In diesem Sinne:
Da die neben Dunedin gelegene Otago Peninsula, die Heimat der Pinguine, aber nur mit dem Auto erreichbar ist - von uns zu den Pinguinen sind es 30 km ;) -, hat es doch eine Weile gedauert, bis ich endlich genug Pinguinbegeisterte, ein Auto und einen passenden Termin gefunden hatte.
Hinterlistigerweise hatten wir an dem auserwählten Tag das schlechteste Wetter, das ich jemals in Dunedin erlebt habe: Strömenden Regen, Eiseskälte und regelmäßige Sturmböen :( So ungemütlich dieses Wetter für uns war - es stellte sich als das Lieblingswetter der Pinguine heraus 8)
Zuerst fuhren wir zum Taiora Head, der Spitze der Peninsula. Hier gibt es eine weltberühmte Albatrosskolonie und eine Menge Sturmwind.
Albatrosse sind gewaltige Riesenviecher, das sieht man nur leider auf dem Foto nicht so gut ;)
Robbe :)
Nachdem wir uns ein bisschen von Regen und Wind auspeitschen lassen hatten, kurvten wir zum Penguin Place. Auf der Otago Peninsula gibt es zwei verschiedene Arten von Pinguinen: Blue Penguins (die sind sehr klein und ich hab immer noch keine gesehen) und Yellow-Eyed Penguins, die seltensten Pinguine der Welt, es gibt nur noch ein paar tausend von ihnen. Etwa 70 davon leben in der Kolonie des Penguin Place.
Wir kamen zusammen mit einer chinesischen Reisegruppe dort an. Zuerst hielt einer der Mitarbeiter einen kleinen Vortrag über die Pinguine, der simultan von der Reiseleiterin und Dolmetscherin der Chinesen übersetzt wurde - was extrem lustig für uns vier und den armen neuseeländischen Pinguinmenschen war, denn ihre Ausführungen dauerten in der Regel dreimal so lange wie seine eigenen. Anschließend bekamen wir vier dann unsere eigene Führerin zugeteilt.
Die Hügel, in denen die Pinguine leben, sind durchzogen von einem Netz aus Gräben und Unterständen, von denen aus man die Pinguine vorzüglich beobachten und ganz nahe an sie herankommen kann. Zwar sind die Pinguine nicht doof und sehen einen schon, aber dadurch, dass man in den Gräben steht, denken sie, man sei kleiner als sie und deswegen keine Bedrohung :)
So kann man sie nicht nur aus nächster Nähe beobachten, sondern auch manchmal hören, wie sie direkt über einem über die überdachten Gänge trippeln ^_^
Dank des schlechten Wetters waren die Pinguine putzmunter. Sie kamen gerade vom Fischen im Meer nach Hause und watschelten gemütlich über den Strand oder durch die Hügel. Dabei legten sie ein sehr entspanntes Tempo an den Tag: Zwei Schritte watscheln, dann ein bisschen stehen bleiben, ausruhen oder putzen, dann wieder zwei Schritte watscheln - ausgiebige Pause. Das liegt natürlich nicht nur daran, dass ihre Beinchen kurz sind, sondern auch daran, dass sie total vollgefressen sind.
Fur seal.
So, jetzt habt ihr ganz viele Pinguine gesehen, so wie wir :)
Der Yellow-eyed Penguin unterscheidet sich dadurch von allen anderen Pinguinarten, dass er eher ein Einzelgänger ist, bzw. sich bei seinem Partner aufhält, aber meistens nicht in größeren Gruppen unterwegs ist. Die Paare sind auch nicht sehr fixiert, manche Pinguinpaare bleiben über Jahre hinweg zusammen, andere Pinguine suchen sich jedes Jahr neue Partner, oder sind manchmal dann doch lieber Single. Deswegen können die Führer auch immer lustige Beziehungsgeschichten über "ihre" Pinguine erzählen.
In diesem Sinne:
(^v^)
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